Geschichte

Die Weinbautradition geht schon auf die Römerzeit zurück. Die 1300jährige Ortsgeschichte ist insbesondere verbunden mit dem Johanniterorden und seinem Herrenhof. Im 19. Jahrhundert wurde Mußbach als Traminer-Weinort bekannt. 1902 wurde der Winzerverein Mußbach durch 54 Winzer gegründet. Die Bildung des Winzervereins versetzte die Winzer erstmals in die Lage, ihre Trauben gemeinsam zu vermarkten. Ein Schritt, der einen anhaltenden Erfolg begründete. Denn die Weine der Mußbacher Winzer wurden bald zu einem festen Begriff und erlangten eine Bedeutung, die weit über die Region hinaus reichte. Durch den Zusammenschluss wurde es außerdem möglich, die Lagenweine in ausreichenden Mengen ganzjährig vermarkten zu können. Weinlese um 1925

Herbst 1921
1968/71 entstand durch Zusammenschluss dreier Genossenschaften die "WG Weinbiet Mußbach-Gimmeldingen e.G.”, benannt nach dem 554m hohen Berg, in dessen Wind-schatten die Gemarkung geschützt gegen Unwetter und Hagelstürme liegt. Bedingt durch die Nutzung vorhandener Zweckbauten liegen Traubenaufnahme und Weinlagerung getrennt von Abfüllung und Verkauf, die beiden Betriebsteile sind aber durch eine unterirdische Weinleitung verbunden. Durch den Zusammenschluss wuchs die Mitgliederzahl auf 200 und die Anbaufläche auf 150 Hektar.

Im März 2002 wurde schließlich auch die benachbarte Winzergenossenschaft Haardt in die Winzer- genossenschaft Weinbiet eingebunden. Damit entstand ein leistungsfähiger Zusammenschluss, dem heute 17 Vollerwerbswinzer und 129 Nebenerwerbswinzer angehören, die insgesamt 300 Hektar Rebfläche bewirtschaften


Mußbacher Winzerverein um 1909